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Vipassana

Vipassana Meditation

Vipassanā (Pāli) bzw. Vipaśyanā (Sanskrit; tib. Lhagthong) ist die zentrale und wichtigste Methode des buddhistischen Geistestrainings. Sie dient zur Einübung und Entwicklung von Achtsamkeit. Sie wird auch als Einsichtsmeditation bezeichnet, da mit dieser Meditationstechnik ein Geisteszustand kultiviert wird, der eine klare Sicht und ein gedankenfreies, von diskursivem Denken unabhängiges Erfassen "äußerer" Situationen und der eigenen oder "inneren" mentalen und emotionalen Phänomene (Pali: dhammas) erlaubt. Es handelt sich um eine der ältesten Meditationstechniken Indiens. Das Wort bedeutet soviel wie "die Dinge zu sehen, wie sie wirklich sind". Hauptquelle und damit zentraler buddhistischer Text zur Vipassana-Meditation ist die Satipatthana Sutta.


Eine Eigenschaft des Geistes ist seine Gewohnheit, ständig von einem Objekt zum anderen zu wandern. Er will nicht beim Atem stehen bleiben oder bei irgendeinem anderen einzelnen Objekt, auf der er seine Aufmerksamkeit richten soll: stattdessen springt er wie verrückt hin und her.
Und wohin geht der Geist, wenn er fortwandert?
Er geht entweder in die Vergangenheit oder in die Zukunft. Das ist das Gewohnheitsmuster des Geistes: er will nicht im gegenwärtigen Augenblick verweilen. Tatsächlich MUSS man aber in der Gegenwart leben!
Was immer vorüber ist, das ist für alle Zeiten vergangen und kann nicht zurückgeholt werden. Was immer die Zukunft bereithalten mag, bleibt für uns unerreichbar, solange es nicht zur Gegenwart geworden ist.
Sich an die Vergangenheit zu erinnern und über die Zukunft nachzudenken, ist wichtig, aber nur in dem Maße, wie es uns hilft, mit der Gegenwart umzugehen.
Die Technik wird „die Kunst zu leben“ genannt, und das Leben kann in der Tat nur in der Gegenwart gelebt werden.